Der Staplerschein ist das Ziel in der Staplerschulung

Grundsätzlich ist es so, dass kein Mitarbeiter in einem Betrieb einen Stapler oder anderes Flurfördermittel bewegen darf, ohne Inhaber eines Staplerscheins zu sein. Daher sind die Betriebe verpflichtet, ungeschulten Mitarbeitern, eine Staplerschulung zu ermöglichen.
Die Staplerschulung ist eine Schulung, die von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben wird, um dem Prüfling die Erteilung eines Flurfördermittelscheins zu ermöglichen. Bei der Staplerschulung wird ein meistens zweitägiger, innerbetrieblicher Lehrgang absolviert, der in zwei Prüfungen endet. Nach einer theoretischen Schulung wird eine theoretische Prüfung abgelegt und nach der praktischen Einweisung in die verschiedensten Flurförderzeuge, mit einer praktischen Prüfung die Erteilung des Flurfördermittelscheins oder auch Staplerscheins endet. Wer in einem Betrieb einen Stapler oder ein ähnliches Gerät bewegen soll, bedarf eines Staplerscheins. Die Staplerschulung und die Lerninhalte, die dort vermittelt werden, sind von den Berufsgenossenschaften genau festgelegt worden. Denn es gibt viele Unfälle, die nur durch den falschen Umgang mit Gabelstaplern entstehen.

Der Aufbau der Staplerschulung ist genau festgelegt und läuft von kleinen Änderungen, bei jedem Ausbildungsbetrieb gleich ab. Die Teilnehmer der Staplerschulung, die meistens im eigenen Betrieb stattfindet, bekommen zunächst erstmal einen Film zu sehen, hier werden die schlimmsten Staplerunfälle gezeigt. Meistens lachen die Teilnehmer erst mal über die Ungeschicklichkeit der Darsteller, das Lachen vergeht aber meistens, wenn den Teilnehmern an der Staplerschulung klar wird, dass bei solchen Unfällen auch Menschen sterben können. Im Anschluss an den Film werden die Vorschriften durchgenommen. Hier werden Sicherheitsmaßnahmen und Vorschriften erläutert, die im Zusammenhang mit dem Umgang eines Staplers unumgänglich sind. Denn dieser Teil der theoretischen Staplerschulung ist wichtig, weil in der theoretischen Prüfung dieses Wissen abgefragt wird. Wer also hier genau aufpasst, kann die theoretische Prüfung gut meistern, denn das Bestehen der Prüfung ist wichtig, für die Erlangung des Flurfördermittelscheins oder auch Staplerscheins. Ebenfalls werden den Teilnehmern in der Staplerschulung, schon in der Theorie, auch folgende Inhalte vermittelt. Da nicht jeder Betrieb alle Flurfördermittelfahrzeuge im Betrieb verwendet, wird im Rahmen der Staplerschulung auch ein Einblick gegeben, welche Staplerarten es sonst noch gibt. Denn die Teilnehmer der Staplerschulung können, wenn sie mal den Betrieb wechseln, auch dort mit ihrem Staplerschein weiter Stapler fahren. Der Staplerschein, wie er am meisten genannt wird, ist ein Lichtbildausweis, der auf die Person zugelassen wird, die die Staplerschulung erfolgreich absolviert hat. Dabei muss auch erwähnt werden, das die Erlaubnis einen Stapler zu fahren, keine Fahrerlaubnis nach Maßgabe der Straßenverkehrsordnung darstellt. Es gibt viele verschiedene Staplermodelle. Die Teilnehmer einer Staplerschulung sollten im Rahmen der Staplerschulung die gängigsten Stapler wenigstens schon mal gesehen haben. Ebenfalls Inhalt des theoretischen Teils der Staplerschulung sind die Unfallverhütungsvorschriften. Zur Unfallvermeidung in Betrieben müssen die Mitarbeiter allesamt Sicherheitsschuhe tragen, denn so ein Gabelstapler kann den Fuß eines Menschen schon arg quetschen und so böse Verletzungen mit sich bringen. Jeder Teilnehmer der Staplerschulung muss in der Prüfung nachweisen, die Vorschriften zu kennen und verstanden zu haben. Dazu gehört auch, dass jeder Staplerfahrer dazu verpflichtet ist, den eigenen Stapler vor der Nutzung Unbefugter zu schützen. Die bestandene theoretische Prüfung wird oft mit einem Zertifikat bestätigt.

Im zweiten Teil der Staplerschulung wird den Teilnehmern das richtige Bewegen eines Staplers beigebracht. Hier wird den Dozenten oft deutlich, dass viele der Teilnehmer oder Teilnehmerinnen schon des Öfteren, einen Stapler bewegt haben müssen. Aber unbeeindruckt davon muss der Ausbilder den Teilnehmern den Stapler von Grund auf erklären. Nach den ersten Fahr- und Lenkübungen wird dann von den Teilnehmern der Schulung, das erste Mal Last mit dem Stapler aufgenommen. Die praktische Prüfung besteht dann aus einem Parcours aus Pylonen, die von den Teilnehmern umfahren werden müssen, ohne dass eine Pylone umfällt. Zur Lastaufnahme wird oft ein kleiner Stapel Paletten genommen, einfach deshalb, weil diese am stabilsten auf der Staplergabel ruhen. Wenn die Teilnehmer die erste Unsicherheit abgelegt haben, dann gelingt es den meisten Teilnehmern, die relativ einfachen praktischen Prüfungspunkte erfolgreich zu absolvieren. Wenn alle Prüfungen der Staplerschulung erfolgreich bestanden sind, bekommen die Teilnehmer ihren Flurfördermittelschein, den sie immer mit sich führen müssen, wenn sie im Betrieb mit dem Stapler unterwegs sind, ausgehändigt.